Mutterschutz

Aufgrund des Mutterschutzgesetzes (MuSchG) müssen sofort nach Bekanntgabe einer Schwangerschaft SchulleiterInnen alle erforderlichen Maßnahmen zum Schutz der werdenden Mutter treffen. Diese ergeben sich aus der Bewertung des Gefährdungspotentials des Arbeitsplatzes, wie zum Beispiel einer Infektionsgefährdung durch Kinder und Jugendliche. Auch kann die Ausübung von Chemie- oder Sportunterricht eine unzumutbare Gefährdung darstellen. Zur konkreten Einschätzung und Beratung ist eine Vorstellung beim Betriebsarzt oder bei der Betriebsärztin notwendig. Des Weiteren muss eine Meldung an die Landesdirektion Sachsen erfolgen.

Im Mittelpunkt der arbeitsmedizinischen Untersuchung steht die Bestimmung der Immunitätslage auf virale oder bakterielle Erreger (Schutz durch das Immunsystem nach durchgemachter Erkrankung oder Impfung), deren Infektion eine gesundheitliche Gefährdung für Mutter oder Kind bedeuten kann.

Eine Begründung für die Untersuchung ist dem §10 Abs. 1 MuSchG zu entnehmen.

Ein 100%iger Schutz der Schwangeren vor der Ansteckung mit einer Infektionskrankheit am Arbeitsplatz ist nicht möglich. Auch bei nachgewiesener Immunität mittels Blutuntersuchung wurde über Einzelfälle von Erkrankungen berichtet. Das Ziel der arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchung bei schwangeren Lehrerinnen ist somit eine Minimierung des Risikos auf das niedrigste Niveau, welches mit den verfügbaren Mitteln erreichbar ist.

Die schwangere Lehrerin sollte sich, nach Bekanntgabe der Schwangerschaft gegenüber die SchulleiterInnen, bei einer der unten genannten betriebsärztlichen Praxen ihres Amtsbereiches melden und einen Vorstellungstermin vereinbaren. Bis dahin wird die werdende Mutter durch die SchulleiterInnen in ein vorläufiges betriebliches Beschäftigungsverbot nach §13, Abs. 1, Satz 3 MuSchG gesetzt.

Ein individuelles Beschäftigungsverbot kann nach §16 MuSchG von jedem approbierten Arzt nach begründender medizinischer Diagnose ausgesprochen werden.

Der Mutter- und Impfpass sind zwingend mitzubringen (mind. eine gynäkologische Bestätigung der Schwangerschaft).

Arbeitsmedizinische Praxen für Mutterschutzuntersuchungen bei schwangeren Lehrerinnen

SBA – Regionalstelle Chemnitz

Praxis
ADC Arbeitsmedizinischer Dienst Chemnitz
Otto-Schmerbach-Str. 17
09117 Chemnitz

Telefon: 0371 8448019

oder alternativ:

Praxis
THUMEDI

Telefon: 037297 7905

SBA – Regionalstelle Dresden

ZAGS
Zentrum für Arbeit und Gesundheit Sachsen GmbH
Fiedlerstr. 4
01307 Dresden

Telefon: +49 351 440 366 0
Fax: +49 351 440 366 18
E-Mail: info@zags-dresden.de

Für Raum Meißen/Riesa/Großenhain:

Praxis für Prävention und Gesundheitsförderung
Dr. med. Mirella Nowak
Rudolf-Breitscheid-Straße 1
01587 Riesa

Telefon: 03525 7734775

SBA -Regionalstelle Leipzig

Mitteldeutsches Institut für Arbeitsmedizin GmbH
Dr. med. Julia Surikow
Hohe Straße 30
04107 Leipzig

Telefon: 0341 99 38 48 00
E-Mail: info@mia-doc.de

oder

Dr. med. Petra Pluntke
Gudrunstr. 23
04279 Leipzig

Tel: 0341 3387007

E-Mail: betriebsarzt.pluntke@gmail.com

SBA – Regionalstelle Zwickau

Firma THUMEDI

Telefon: 037297 7905